Logo: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung

Verbundcluster

Verbundcluster

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den Verbundclustern des SchuMaS-Forschungsverbundes.

Übersicht über die Cluster

In den Clustern arbeiten jeweils verschiedene Akteure aus den unterschiedlichen Verbundeinrichtungen für eine möglichst umfangreiche Expertise im jeweiligen Handlungsfeld zusammen. Der Forschungsverbund arbeitet in vier Inhaltsclustern, die durch drei Metacluster begleitet werden.

Aufgabe der Inhaltscluster ist die Entwicklung und Konzipierung von Maßnahmen und Ansätzen der Schul- und Unterrichtsentwicklung, die dann gemeinsam mit den Schulen erprobt, modifiziert und weiterentwickelt werden. Diese bauen auf dem wissenschaftlichen Kenntnisstand und den bereits bestehenden Ansätzen an den Schulen auf. Das Spektrum kann von zusätzlichen Lesezeiten im Unterricht über die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams bis hin zu einer stärkeren Einbindung der Eltern und der Kooperation mit außerschulischen Partnern – etwa in der Ausgestaltung der Ganztagsbeschulung – reichen. Das Maßnahmenpaket wird jeweils an die individuellen Bedarfe der einzelnen Schulen angepasst.

Die Metacluster evaluieren die Wirksamkeit der Maßnahmen, unterstützen technisch und methodisch den Umgang mit Erhebungen und Forschungsdaten und stärken den Transfer des erarbeiteten Wissens und die Verzahnung aller Maßnahmen und beteiligten Gruppen. Nachstehend finden Sie weitere Einzelheiten zu den Schwerpunkten und Aufgaben der Verbundcluster.

Inhaltscluster „Unterrichtsentwicklung Deutsch und Mathematik“

  • Ziel ist es, die mathematischen und sprachlichen Basiskompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu steigern
  • Entwicklung fachspezifischer Module, wie z. B. zum Thema Leseflüssigkeit oder zum sprachbildenden Mathematikunterricht, die auch Diagnosemöglichkeiten beinhalten
  • Die fachspezifischen Module werden jahrgangsbezogen sowohl für die Primar- als auch die Sekundarstufe entwickelt
  • Entwicklung fach- und stufenübergreifender Module, die Themen wie Klassenmanagement, kognitive Aktivierung oder Umgang mit Heterogenität im Kontext von Lernstörungen abdecken
  • Unterstützung bei der Implementation der Module

Inhaltscluster „Professionalisierung des pädagogischen Personals“

  • Ziel ist, die Lehrkräfte durch fachübergreifende Weiterqualifizierung darin zu unterstützen, mit den unterschiedlichen Herausforderungen an Schulen in sozial herausfordernden Lagen umzugehen
  • Entwicklung professioneller Kompetenz: Hierzu gehört das professionelle Wissen, die Stärkung sozialer Fähigkeiten sowie die Förderung positiver Erwartungen an die Lernenden. Weiterhin sollen die im Kollegium bestehenden fachlichen und sozialen Ressourcen durch eine gestärkte Kooperation besser genutzt werden.
  • Förderung eines gelingenden Umgangs mit Belastungen, d. h. die Lehrkräfte darin unterstützen, angemessen und schonend mit ihren persönlichen Ressourcen umzugehen
  • Unterstützung bei der Nutzung von Daten für die schulische Entwicklungsarbeit

Inhaltscluster „Schulentwicklung und Führung“

  • Ziel ist eine systematische und nachhaltige Entwicklung von Visionen und Zielen (Leitbildentwicklung), von schulischen Strukturen und Prozessen sowie eine Reflexion der eigenen Organisationskultur (einschließlich Normen, Werte und Haltungen) – anders ausgedrückt: die sogenannte „Schulentwicklungskapazität“ soll gestärkt werden
  • Schulorganisatorische Perspektive: Entwicklung organisationaler Merkmale, die für die Schulentwicklung besonders bedeutsam sind (z.B. schulinterne Formen der Qualitätssicherung und Zielüberprüfung, partizipative Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse )
  • Schulkulturelle Perspektive: der Umorientierung von (latenten) Beschränkungs- und Defizitorientierungen zu Möglichkeits- und Gelingensorientierungen
  • Schulleitungsperspektive: Führungspraxis, die durch das eigene Vorbildverhalten, intellektuelle Anregung und ein motivierendes, unterstützendes und einbindendes Verhalten auf die Veränderung von Norm- und Wertvorstellungen und Zielen der an Schule beteiligten Akteure fokussiert

Inhaltscluster „Außerunterrichtliches Lernen und Sozialraumorientierung“

  • Ziel ist es, durch eine gute Vernetzung der Schulen mit ihrem sozialräumlichen Umfeld die Grundvoraussetzung dafür zu schaffen, bestmögliche Lern- und Bildungschancen für die Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten
  • Schulen als Vernetzungszentren bündeln Angebote für Kinder, Jugendliche und ihre Familien
  • Verbesserung der Qualität außerunterrichtlicher Angebote, etwa im Ganztagsbereich (z.B. durch Aufzeigen von Möglichkeiten deren Evaluation)
  • Unterstützung des Prozesses hin zu einer gewinnbringenden Passung von Schule und qualitätsvollen Kooperationspartnern (von der Bedarfsanalyse über Aktivierung bis zur Qualitätskontrolle)
  • Die Familien – konkret: die Erziehungsberechtigten – werden aktiviert, um sie in der Begleitung der Bildungslaufbahnen ihrer Kinder zu stärken
  • Verzahnung von unterrichtlichem und außerunterrichtlichem Lernen

Metacluster „Verzahnung und Transfer“

Das Metacluster „Verzahnung und Transfer“ zielt darauf ab, gemeinsame Kommunikations- und Umsetzungsstrategien für die Implementation der Maßnahmen an den einzelnen Schulen sowie im jeweiligen Schulsystem – regional und auf Landesebene – zu entwickeln. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den vier Inhaltsclustern. Das Metacluster sorgt auch dafür, dass Ansätze der Schul- und Unterrichtsentwicklung nicht voneinander losgelöst, sondern ineinander übergreifend entwickelt und durchgeführt werden. Der Prozess der Implementation wird dabei sowohl aus der Sicht der einzelnen Schulen als auch aus Sicht von Schlüsselakteurinnen und -akteure wie beispielsweise Schulaufsicht oder Schulleitungen gedacht. So wird sichergestellt, dass die Maßnahmen und Interventionen sinnvoll ineinandergreifen und von den beteiligten Akteuren als kohärent wahrgenommen werden.

Metacluster „Evaluation“

Zentrale Aufgabe des Metaclusters „Evaluation“ ist es, die in den vier Inhaltsclustern entwickelten Maßnahmen fortlaufend und begleitend wissenschaftlich zu evaluieren. Auf diese Weise sollen Erkenntnisse über die Wirkungen der Maßnahmen und über die Umsetzungsprozesse gewonnen werden. Sind die Gelingensbedingungen für bestimmte Konzepte und Strategien bekannt, trägt dies zur passgenauen Unterstützung der Schulen bei. Außerdem ist dann eine Übertragung auf weitere Schulen leichter möglich.

Metacluster „Assessment und Forschungsdatenmanagement“

Das Metacluster „Assessment und Forschungsdatenmanagement“ trägt zur Bereitstellung von Daten über die fortlaufende Entwicklungsarbeit an den Schulen bei. Darüber hinaus erarbeitet das Metacluster in Anlehnung an die Empfehlungen des Verbundes „Forschungsdaten Bildung“ den Forschungsdatenmanagementplan für alle im Rahmen des Forschungsverbundes erhobenen Daten.

zuletzt verändert: 19.04.2021